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Was ist Vim?Vim ist ein Open-Source-Editor für alle Arten von ASCII-Texten (Source-Code, TeX/LaTeX-Dokumente, HTML, ...). Vim ist ein Clone des unter Unix weit verbreiteten Editors vi (Vim steht für Vi iMproved), wobei die Kopie deutlich besser ist als das Original. Vim gibt es auf nahezu allen Plattformen (Linux/Unix, Windows, Amiga, Macintosh, BeOS, OS/2...), sowohl als Konsolenversion als auch mit grafischer Oberfläche. Vim ist ein äußerst leistungsfähiger Editor, der sich auf das Wesentliche beschränkt,
nämlich das Editieren von Text. Für Aufgaben, die darüber hinausgehen, bietet Vim eine
Schnittstelle zu externen Programmen, wie z.B. grep, make, cvs, ctags..., die ihre speziellen
Aufgaben wesentlich besser beherrschen, als es eine entsprechende in einen Editor direkt
implementierte Funktion in der Regel bewerkstelligen kann. Leider gibt es das alles nicht umsonst. Vim ist kein modeless Editor, d.h., es wird zwischen
Text- und Kommandoeingabe unterschieden. Will man z.B. während der Texteingabe ein bestimmtes
Wort suchen, muß vom Texteingabemodus in den Kommandomodus gewechselt werden und mittels
Search-Kommando nach dem Wort gesucht werden. Soll dann erneut Text eingegeben werden, muß
erst wieder vom Kommandomodus in den Textmodus geschaltet werden. Vim kennt grob geschätzt rund 700 Kommandos. Von dieser Zahl sollte man sich keinesfalls abschrecken lassen. Selbst absolute Vim-Profis verwenden nicht mal ansatzweise alle Kommandos. Mit einem Satz von ca. 20 bis 30 Kommandos ist man in der Regel bereits gut bestückt. Welche Kommandos das sind, hängt vom Einsatzbereich des Editors ab (programmieren, emails schreiben, usw.) und von den persönlichen Editiergewohnheiten. Eine allgemeingültige Liste "wenn ich diese Kommandos lerne, arbeite ich am effektivsten" gibt es daher leider nicht. |