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6. Februar 2012 SystainerschrankEinleitungDer Bau Das Ergebnis
Nachfolgend dokumentiere ich den Bau eines Systainerschranks. Der Schrank wurde Ende September 2011 gebaut. Zielsetzung war:
Der Korpus besteht aus 18 mm Birke Multiplex, die Schubladenböden aus 15 mm und die Schubladenfronten aus 12 mm Birke Multiplex. Die Außenmaße betragen 943 mm, 996 mm, 375 mm (B x H x T). Hier der liegende Korpus. Die Teile habe ich mit Lamellos verbunden.
Im obigen Bild sieht man gleich, dass ich kein gelernter Schreiner bin (das geht ja schon gut los ;-) ). Der Boden ist nicht durchgehend. Erst als ich mir den fertigen Schrank mit montierten Rollen so angesehen habe, ist es mir wie Schuppen aus den Haaren gefallen: Ein großer Teil der Last wirkt aufgrund der Rollen scherend auf die Verbindungen zwischen Boden und den Seitenteilen. Für eine Klebeverbindung dürfte das die denkbar schlechteste Art der Belastung sein. Es wäre besser gewesen, zumindest den Boden durchgehend zu machen. Dann würden die Seitenteile auf dem Boden aufliegen. Da der typische Inhalt eines Systainerschrankes aber zum Glück nicht so wahnsinnig schwer ist, habe ich zunächst mal nichts unternommen, um diesen konstruktiven Mangel zu entschärfen. Die Lamellos sollten meinem Gefühl nach den Scherkräften dauerhaft standhalten. Falls sich die Verbindungen Boden/Seitenteile eines Tages doch mal beginnen sollten zu lösen, könnte man diese entweder mit Schrauben verstärken oder unter dem Boden eine weitere Bodenplatte durchgehend anbringen, oder, oder ...? Die Schubladenfronten und die Böden sind ebenfalls mit Lamellos verbunden. Für die "Serienproduktion" der Fronten habe ich mir eine Frässchablone angefertigt. Hier die Böden:
Auf den Böden wurden später kleine Leisten angebracht, die das Verrutschen der Systainer verhindern, diese fehlen in den Bildern noch. Alle Kanten wurden mit einem Abrundfräser mit 3 mm Radius bearbeitet. Die verwendeten Vollauszüge haben den Vorteil, dass sie im geschlossenen und geöffneten Zustand arretieren. Außerdem habe ich sie günstig bekommen. Eine ausreichende Arretierung vor allem im geschlossenen Zustand ist wichtig, damit sich die Schubladen beim Schieben des Schrankes nicht öffnen. Die Montage der Auszüge ist einfach. Die Schubladen können leicht ausgehängt werden. Ein Nachteil ist, dass wenn man einen Schubladen mit zu viel Elan herauszieht, sich dieser aushängen kann.
Die Rückseite, man sieht den Falz für die Rückwand:
Zweimal geölt und anschließend die Korpusaußenseiten und die Schubladenfronten gewachst:
Als Rollen habe ich welche mit kleinem Durchmesser von 35 mm verwendet. Größere Rollen wären zwar besser, um den Schrank auf unebenen Flächen zu bewegen, hätten aber im konkreten Fall den Nachteil, auf Kosten von verfügbaren Raum zwischen Systainerschrank und Werkzeugschrank zu gehen. Da ich den Systainerschrank nur sehr selten bis gar nicht bewegen will, sind die kleinen Rollen aber ok.
Und so sieht der Schrank bestückt aus.
Ich habe den Schrank inzwischen seit einigen Monaten und bin damit zufrieden. Ich würde derzeit nichts daran ändern wollen (abgesehen davon, dass ich den Deckel und den Boden jetzt durchgängig machen würde). Der Schrank steht auch bei ein oder zwei geöffneten Schubladen stabil. Ab vier, fünf geöffnete Schubladen fängt der Schrank an zu kippen. Die Anzahl der gefahrlos gleichzeitig öffenbaren Schubladen hängt natürlich von der Bestückung ab. |